Reisebericht China (Shanghai - Peking - Xian - Datong - Kunming - Shanghai)
Ankunft in Tianjin
Nach einer geruhsamen Nachtzugfahrt durch halb China, die an Komfort keine Wuensche offen lies, wurden wir am Morgen schon von Frau Li in Empfang genommen.
Der Bahnhof von Tianjin wirkt fuer eine 10 Mio Stadt wirklich sehr klein und grau. Frau Li und ihr Mann fuhren uns dann schnell zur Uni, wo wir dann schon bald feststellen sollten, dass Fremdsprachenuniversitaet nicht unbedingt auch heisst, dass man Englisch spraeche, doch Herbert, ein 30-jaehriger Chinese der uns die Unterkunft und den Kurs vermittelte konnte uns schon bald helfen. Das Zimmer ist fuer den Preis wirklich zu empfehlen, zumal TianJin als relativ teuer bekannt ist, einziges Problem bei der Sache ist, dass die Heizung nicht regulierbar ist und wir aus dem Fenster heraus heizen muessen, um nicht als Doerrobst zu enden.
Am Mittag machten wir uns auf zu einer kleinen Entdeckungsreise durch die umliegenden Straesschen welche - fuer China typische- Grossstadtkontraste boten: kleine einfache Unterkuenfte und bis zum gehtnichtmehr beladene Fahrraeder im Vordergrund vor einer Wolkenkratzerkulisse.
Als uns der Hunger packte, gingen wir in ein gut besuchtes Restaurant, um dort etwas zu bestellen.
Das sollte sich aber als nicht ganz einfach herausstellen, denn im Restaurant fand sich keiner, der uns als Dolmetscher dienen koennte und die Zeichen lassen sich im Woerterbuch nur finden, wenn man die Pinyin Umschrift kennt.
Also zeigten wir auf ein paar Zeichen auf der Karte und sagten noch zwei mal dazu. Die Bedienung fing darauf hin an auf uns einzureden und gab irgendwann auf, um die naechste Bedienung zu schicken. Als auch diese aufgab, wurde uns dann irgendwann gebracht, was wir bestellt hatten.
Gebratene Huehnerschenkel ohne Beilage… (immerhin kein Hund).
Reis wurde zur naechsten Vokabel, die wir erlernten. Denn das war es, was uns der Kellner staendig zu fragen versuchte, ob wir denn nicht Reis als Beilage wollten - gut das naechste Mal werden wir DAS zumindest hinbekommen. Aber die Huehnerschenkel waren superlecker. So beschlossen wir, die Restaurantkellner nun in regelmaessigen Abstaenden an unserem Fortschritt bezueglich der chinesischen Sprache teilhaben zu lassen.
Mit vollen Baeuchen fielen wir danach mal wieder fuer 2 Stunden in tiefen Schlaf, um danach ein weiteres Mal - diesmal in der Uni-Kantine - zu essen, doch unsere weitere Zeit sollte nicht aus Essen-Schlafen-Essen bestehen
Am naechsten Morgen ging es frueh mit Frau Li mit dem Zug
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Peking - allein unterwegs im Land der Lemminge
Raus aus dem Bahnhof, rein ins Menschengetuemmel; kaum verlaesst man das Bahnhofsgebaeude steht man in einer grossen Menschenmasse. So viele Menschen auf engem Raum ist man aus Deutschland einfach nicht gewohnt - auch ungewohnt die Geraeuschkulisse: sehr viele Menschen rotzen und spucken aus ihrem tiefsten Inneren auf die Strasse - voellig normal, aber fuer uns Europaeer SEHR gewoehnungsbeduerftig.
Dann geht es mit der U-Bahn zum Tian’anmen - zum Platz des himmlischen Friedens, der ja 1989 traurige Beruehmtheit erlangt hat. Der Platz selbst ist riesig und wird gut ueberwacht - nicht zuletzt auch von Augen Mao Tsetungs, die vom Nordende aus auf einem Portrait am Eingang der verbotenen Stadt alles ueberblicken, findet doch zu selben Zeit auch der alljaehrliche Volkskongress hier in der Halle des Volkes statt.
Zuerst einmal reihen wir uns in die lange Schlange der Besucher vor dem zentralen Gebaeude des Platzes ein und betreten Mao’s Mausoleum, wo der grosse Genosse selbst noch aufgebahrt liegt und alles wie ein Wallfahrtsort wirkt.
Frisch gestaerkt in unserem “kommunistischen” Denken, machen wir uns auf den Weg in die verbotene Stadt - das Kaisermpalastmuseum. Es ist eine riesige beeindruckende Anlage chinesischer Architektur und Kultur, die einen aber aufgrund der riesigen Menschenmassen und der gewaltigen Groesse fast ein wenig ueberfordert. Viele Menschen scheinen Stolz auf ihr land zu sein und wollen alles, was sie hier sehen irgendwie festhalten; doch leider verkommt das teilweise dazu, dass die Menschen mit ihren Kameras durch die gegend laufen und alles aufnehmen und abknipsen, ohne dabie selbst sich die Dinge bewusst anzuschauen.
Die Anlagen selbst sind wunderbar verwinkelt, weitlaeufig und beinhalten sehr viele zu Museen umgebaute Anlagen. Nach einigen Stunden beschliessen wir, uns noch ein wenig in einen der kaiserlichen Parks zu setzen und dann langsam in Peking etwas zu Essen zu suchen und uns langsam auf den Weg ins Hotel zu machen, in dem Frau Li fuer uns vorreserviert hat.
Auf dem Weg begegnen wir bizarren Szenerien, die Stadt wirkt wie geteilt. Arme Viertel, in denen sich das Leben hauptsaechlich auf der Strasse abspielt wechseln sich ab mit herausgeputzten Strassen, in denen alles glaenzt und blinkt, nur ordentliche Menschen mit viel Geld verkehren und alles ein wenig idyllisch erscheint; so wie sich China ganz gern nach aussen hin praesentiert. Doch viel interessanter und offener wie auch menschlicher erscheinen uns die aermeren Viertel, in denen wir auch mal angesprochen werden, ein Laecheln oder eine Hilfestellung ernten - eine schoene Erfahrung trotz des Elends, das wir auch hier zu sehen bekommen.
Die Suche nach unserem Hotel - in dem uebrigens auch die meisten der Teilnehmer des Volkskongresses sich eingemietet haben, was dann zu einer sehr hohen Volksarmeepraesenz fuehrte - wurde ein wenig zur Odysee, da wir nur eine ungefaehre Adresse hatten und auch nicht auf die Idee kamen, einmal ein Taxi zu nehmen, sondern in unserem Eifer sicher 45min zu Fuss durch die Hauptverkehrsstrassen Pekings irrten. Muede vom Tag kamen wir schlussendlich an, lernten auch gleich noch die “Pfarrer-Reisegruppe” von Frau Li kennen, mit der wir auch noch den Abend verbrachten, bevor wir schlapp und muede in die fuer Rucksackreisende viel zu luxurioese Betten fielen und sofort einschliefen.
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Beijing: Noch ein Tag unter den wuselnden Massen
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Nach ausgedehntem - gut teilweise auch europaeischem Fruehstueck, ging’s wieder zurueck in Pekings Menschenmassen, aber diesmal - wir haben vom Vortag gelernt - mit dem Taxi direkt zum Sommerpalast. Das war Erholung pur…wenige Menschen in einer riesigen angelegten Parkanlage - einfach wunderbar, nur komisch wenn man bedenkt, dass der See vor Hunderten von Jahren von vielen tausenden Arbeiterhaenden extra fuer den Kaiser ausgehoben wurden (und der See war schon gross). Aber es tat unseren Seelen gut, einmal - wenn auch nicht weit der hektischen Massen - ueber Marmorbruecken zu schlendern und die Architektur des alten Chinas zu bewundern. Am besten hat uns dabei die buddhistische Tempelanlage gefallen, die so ruhig erhaben im Abendlicht erstrahlte (schade nur, dass waehrend der Kulturrevolution so das eine oder andere Tempelbild mutwillig zerstoert wurde - aber auch die kommunistische Partei Chinas erkennt immerhin mittlerweile an: Mao lag nur zu 70% richtig :); villeicht lag es aber auch an dem netten Bauarbeiter, der sich riesig gefreut hat, als wir ein Foto von ihm und Jacob machten - er strahlte auch sehr goldig.
Nach der Anlagenbesichtigung ging’s noch in eine typische alte chinesische Einkaufsstrasse, bei der wir Eintritt dafuer zahlen mussten, um zu den Haendlern zu gelangen; gezahlt wurde allerdings schon 2 h vorher am Eingang der Gesamtanlage - gewusst wie!
Eine weitere Taxifahrt spaeter, stossen wir auf eine weitere geschickte Vetuschung der aeusseren Umstaende, als wir fuer 3Yuan den Konfuziustempel betreten, um dann festzustellen, dass leider die komplette Anlage renoviert wird und ausser dem Shop leider kein Gebaeude zugaenglich ist - China mein China. So gesellen wir uns eben einige Zeit im Sonnenuntergang zu einer Gruppe aelterer Chinesen, die um einen gobang-Tisch stehen und Zug um Zug die Stellung der Steine zu diskutieren und dem einem wie dem anderen Spieler ihre Ratschlaege erteilen. Dieses Bild sollte uns noch oefter begegnen.
{{cp 1567}}Der Weg zu unserem Hostal fuehrt uns nun durch ein armes Viertel Pekings - oder Beijings, wie es eigentlich heissen muesste -, in dem sich uns die schoensten Fotomotive bieten. Fahrraeder im Sonnenuntergang, Haus- bzw. Strasseneingaenge mit Stilleben und vieles mehr. Gleichzeitig uebersehen wir aber auch nicht die herrschende Armut, obgleich wir feststellen, dass fuer die Hygiene vom Staat neben der Banner fuer den Kommunismus auch viele oeffentliche Toiletten aufgestellt wurden und es immer wieder fuer die sportliche Ertuechtigung Sportgeraete gibt, die aussehen wie Spielplatzgeraete :)…sowieso hat der Sport in China sehr hohen Stellenwert; es sind jeden Morgen massig Menschen auf den Plaetzen, um sich zum Badminton, TaiChi oder sonstigem Fruehsport zu treffen.
Sehr auffaellig ist auch, wie oft wir auf unserem Weg durch das Viertel angesprochen, angelaechelt oder uns Hilfe angeboten wird, trotz der offensichtlichen Armut scheinen hier die Menschen menschlicher - oder gerade wegen ihr?
Der zweite Teil unserer Reise auf der Suche nach unserer Unterkunft, fuehrt uns durch die Strassen der Fussgaengerzone fuer Chinesen - back to highlife koennte man es auch nennen…aus jedem Geschaeft droehnt die Musik, von jeder Ecke neue Geruchsempfindungen von anderem Essen - wahnsinnig; die Situation laedt allerdings nicht zu sehr ein, noch laenger zu bleiben, was weniger an dem interessanten Ambiente als mehr an den Rucksaecken, die wir ja noch aufhaben liegt - wir sind ja noch auf Hostalsuche.
Dort angekommen, befaellt uns dann auch eine gewisse Muedigkeit, die auch nach einen Bier nicht besser wird -wie auch
- so dass wir beschliessen nach ein wenig Relaxen schlafen zu gehen - wir wollen ja morgen ausgeruht zur Mauer, aber dabei wussten wir noch nicht, was uns in unserem Dormitory mit den zwei Schlafgenossen noch erwarten wird, denn die beiden schaffen es, uns die meiste Zeit der Nacht durch ihr Schnarchen wach zu halten - es fuehlt sich fast so an, als wuerde der Raum vibrieren, als der gute Mann ueber Jacob’s Bett ins Schnarchkonzert einsteigt. Zwischen den Gedanken, vielleicht doch eher die Nacht zu nutzen, um ein wenig Tagebuch zu schreiben, keimt auch der gedanke auf einfach zwei Eimer voller kaltem Wasser zu holen und…nun ja, wir haben uns dann doch noch durch die Nacht gequaelt und freuten uns ja auf einen wunderbaren Tag an der Mauer.
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Auf der Mauer (auf der Lauer…)
**04.03.2006**
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Nach anstrengend langer Fahrt - wir fuhren ca 4 Stunden je hin und zurueck fuer 5 Stunden auf der Mauer - und einem heftigen Unfall kurz vor uns, sollten wir nun das wohl bekannteste Bauwerk Chinas kennenlernen, von dem sogar eine Legende sagt, man koenne die Mauer aus dem Weltall betrachten - wurde allerdings nach Richtigstellung sogar aus den chinesischen Lehrbuechern genommen :).
Auf dem Weg dahin, bemerkten wir schon sehr deutlich, dass das laendliche China, wo die Armut am Groessten ist, sich vehement vom Leben in der Stadt unterscheidet. Das Land liegt oede zu unserer Rechten und Linken da und die wenigen Ansiedlungen, die sich am Rande der Strasse befinden, sind von extremer Armut gezeichnet. Aber auch die Tatsache, dass es so wenige Ansiedlungen gibt, verwundert uns.
Auf der Mauer wird uns diese Einsamkeit noch in anderen Weisen bewusst: zum einem geniessen wir zur Abwechslung und unserer Freude die Ruhe, die in der Natur fernab der Hektik der Staedte herrscht, zum anderen fragen wir uns, wie die Szenerie in diesen verlassenen Berkaemmen ausgesehen haben mag, als tausende von Arbeitern hier die “grosse Ritterburg China” errichteten - ein Mauerwerk von im Durchschnitt 9m Hoehe und 6m Breite - gigantisch…
Da wir in einer absolut untouristischen Saison hierher kommen, gibt es ausser den Leuten aus unserem Bus nur chinesische Verkaeufer, die uns hoffnungsvoll die ganzen 5 Stunden nach Simatai begleiten, und hoffen evtl. am Ende angekommen, uns Faszinierten noch ein Buch ueber China aufzuschwatzen. Wir haben mit unseren Chinesisch-Brocken das zwar zu verhindern versucht, aber leider vergeblich
So wanderten wir mit Begleitung bei herrlichem Wetter ueber die in der Zwischenzeit doch teilweise recht mitgenommene Mauer, was sich, da wir beide unser gesamtes Zeug aus Peking mitschleppen, als anstrengender als vermutet herausstellt; die Mauer folgt ja auch den Bergkaemmen hoch und runter. Das entschaedigen aber sowohl die koerperliche Ertuechtigung wie auch die schoenen Ausblicke auf die Natur Nordchinas. Aber die Vorstellung auf einem Mauerwerk herumzulaufen, auf dem vor Jahrhunderten die chinesische Armee versuchte die berittenen Bogenschuetzen der Mongolen abzuwehren - was es hier schon fuer Schauplaetze gegeben haben muss. Aus den Gedanken reisst uns dann der naechste Kassieren, denn die Mauerabschnitte werden streng getrennt “vermarktet”. Alsbald geht es dann auch schon ueber eine Bruecke - nochmal bezahlen - nach Simatai und mit dem Bus ermuedet aber nach einem schoenen Tag zurueck nach Peking, wo wir eigentlich nur noch mit dem Zug nach Tianjin wollen, aber in dem ist - welch Unglueck - leider die Klimaanlage kaputt ![]()
Das trifft uns hart: nach einer uebermuedeten Nacht und einem anstrengenden Tag fast 2 Stunden in einem Zug, in dem es viel zu heiss ist - die Fenster kann man nicht oeffnen - und sich nach einem Tag superviele ekelhafte Gerueche mischen - haben das an diesem Abend “ChinaGeruch” getauft, da dieser Geruch uns schon ein paar Mal begegnet ist.
So war der Erholungs-Sonntag in Tianjin am naechsten Tag auch bitter noetig.
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Wieder in Tjanjin
** Tianjin, 05.03.2006**
Nach dem Tag auf der Mauer und den nicht gerade ressourcenschonenden Tagen in Peking war heute mal ein Chill-out Tag angesagt, nachdem wir ausgeschlafen hatten, machten wir unsere ersten bekantschaften mit den netten Damen der Rezeption oder Ais, wie man sie hier nennt. Diese armen Frauen haben ein etwas schweres Los mit uns gezogen, da wir andauern mit Fragen ankommen, aber diese nicht sprechen koennen und nur mithilfe unseres kleinen Langenscheidts kommunizieren. Dass wir nichts verstehen koennen geht den Leuten hier aber (noch) nicht in die Koepfe und sie reden trotz unser fragenden Gesichter pausenlos auf uns ein.
Am Nachmittag wurde ich das erste mal wieder mit der Heimat konfrontiert, kein deutsches Gesicht in Tianjin, aber dann Rammstein Musik am Basketballplatz. Schade dass dies fuer einige Chinesen das einzige bekannte deutsche ausser Volkswagen ist.
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Chinesischkurs in Tianjin
**Tianjin, 06.03.2006**
Nun sollte also der Spass beginnen - sind eine (leider) recht grosse Gruppe von 22 Leuten, die sich gern nun mit dem Mandarin versuchen wollen. Aber jeder bringt andere Vorraussetzungen mit; dabei sind die Europaeer bzw. die “Westler” und die zwei aus Jemen gegenueber den Asiaten stark benachteiligt - die Schriftzeichen machen uns von Anfang an zu schaffen. Denn entgegen der Meinung des “laoshi” - Lehrer - sind 10 Schriftzeichen, wenn man mit ihnen so gut wie gar nichts anfangen kann, superviel. Aber irgendwie wird das gehen. Erleichtert stellen wir bald naemlich fest, dass dafuer uns die Aussprache etwas leichter als den meisten faellt - puuh.
Die Verstaendigung im Kurs ist etwas schwierig, denn obwohl der Kurs auf englisch gehalten wird, koennen einige (auch ein Franzose) kein Englisch, oder im Falle der Japaner versteht man sie halt nicht :). So beschraenkt sich die Runde der Leute, mit denen wir uns unterhalten auf ein paar wenige. Aber wir treffen ja auch ausserhalb des Kurses viele Studenten.
Unsere Lehrer - im Folgenden immer als “laoshi” bezeichnet - scheinen ganz in Ordnung; sie reden noch sehr oft auf Chinesisch auf uns ein, aber wohl kein Wunder, dass wir damit noch nicht so ganz zurecht kommen
jedenfalls war schon die erste Stunde lehrreich, haben uns mit den Toenen (4Stueck) beschaeftigt und die gilt es erst einmal richtig auszusprechen - schoene Herausforderung…nun ja Nach dem SchriftzeichenKurs und ein wenig Einkaufen, sind wir dann vom Tag schon so derbe muede, dass wir nach ein wenig Chinesisch wiederholen frueh abends einschlafen - Jacob ist schon um halb 9 eingepennt +hehe+ macht halt muede, den ganzen Tag neue Eindruecke…gute Nacht.
**Tianjin, 07.03.2006**
Nach dem Sprachkurs heute Morgen (in dem wir immer noch an der unserer Unfaehigkeit gewisse Laute zu unterscheiden verzweifeln - das chinesische r und sch sind kaum zu unterscheiden) haben wir mal wieder die Mensa der Uni genossen; so etwas sollte man in Deutschland auch haben: viele verschiedene Kuechen kochen Spezialitaeten aller Art, von Koreanischen Meeresfruechten zu Muslimischen Reisgerichten bis zu chinesischen Baoze bekommt man hier was das Herz begehrt, vorausgesetzt man kann kommunizieren, was man denn moechte. Nett sind auch die Preise… ein Minidoener kostet ca. 0.2 EUR und eine Reisgericht 0.5 EUR…
Gerade haben wir einen kleinen Ausflug in die Stadt hinter uns. Eigentlich nicht der Rede wert, bis auf dass wir mittlerweilen etwas Verstaendnis fuer die Menschen aufbringen koennen, die mit Mundschutz durch die Staedte wandeln. Die Luft ist so Staubig und von Abgasen verschmutzt, dass man sogar dem ewigen Rumgerotze etwas abgewinnen kann. Den Fluss, den wir suchten, konnten wir aufgrund mangelhafter Sprachfertigkeiten leider nicht auffinden, so dass wir nach einem kleinen Spaziergang am Rande stark befahrener Strassen unverrichteter Dinge wieder den Weg in Richtung Uni einschlugen.
TianJin1703 Weiter gehts hier… jetzt nicht mehr.
Tags: china, Reisen, rucksack, sechuan, tibet, yunnan